{"id":1418,"date":"2018-01-25T08:00:17","date_gmt":"2018-01-25T07:00:17","guid":{"rendered":"https:\/\/se-trends.de\/?p=1418"},"modified":"2018-03-22T21:42:48","modified_gmt":"2018-03-22T20:42:48","slug":"century-support-part-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/century-support-teil-3\/","title":{"rendered":"Century Support Part 3 - The social aspect"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Gastartikel von <a href=\"https:\/\/se-trends.de\/tag\/carsten-pitz\/\">Carsten Pitz<\/a>\u00a0ist der dritte Teil zum Thema Langzeitunterst\u00fctzung. Im <a href=\"https:\/\/se-trends.de\/century-support-teil-1\/\">ersten Teil<\/a>\u00a0schildert Carsten die Entwicklung eines Dokumentationssystems, im <a href=\"https:\/\/se-trends.de\/century-support-teil-2\/\">zweiten Teil<\/a>, wie der falsche Start schnell zu Problemen f\u00fchren kann. Doch bisher sagte er nur, wie man es NICHT machen sollte. Doch wie macht man es richtig?<\/p>\n<p>Diese Artikelserie f\u00fchrte zu mehren Diskussionen zwischen Carsten und mir, da wir teilweise doch unterschiedliche Sichtweisen auf die L\u00f6sungsans\u00e4tze hatten. Aber solche Diskussionen sind ja genau das, was das Schreiben eines Blogs so kompliziert macht.<\/p>\n<p>In diesem dritten Teil gibt uns Carsten nun Einblicke, welche sozialen Aspekte er im Century-Support sieht. Viel Spa\u00df beim Lesen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Prelude und Danksagung<\/h2>\n<p>Die hier beschrieben sozialen Aspekte des Century Support haben zu einigen Diskussionen zwischen Michael Jastram und mir gef\u00fchrt. Zwei Anmerkungen hielt ich f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis derart wichtig, dass ich diese im Text mit aufgenommen habe. Vielen Dank an Michael f\u00fcr die offene, zielgerichtete Diskussion.<\/p>\n<p>Zudem hat mir eine Oberregierungsr\u00e4tin (ORR) meines aktuellen Kunden etliche \u00e4u\u00dferst wertvolle Hinweise gegeben.<\/p>\n<h2>Warnungen werden ignoriert, oder: Warum Dokumentation nicht die L\u00f6sung ist<\/h2>\n<p>Weit oberhalb des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi in Japan markieren <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/04\/21\/world\/asia\/21stones.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hunderte Steine mit Inschriften<\/a> eine Linie, unter der nicht gebaut werden soll. Diese Steine sind \u00fcber 600 Jahre alt und beschreiben die Auswirkungen eines Tsunami.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe class=\"lazyload\" data-src=\"https:\/\/static01.nyt.com\/video\/players\/offsite\/index.html?videoId=100000000784105\" id=\"nyt_video_player\" title=\"New York Times Video - Embed Player\"  width=\"480\" height=\"321\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Die moderne Wissenschaft hatte einen Tsunami mit dem, auf den Steinen beschriebenen Auswirkung in das Reich der Phantasie verbannt. So wurde das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi der Warnungen zum Trotz direkt an der K\u00fcstenlinie in einem durch Tsunamis gef\u00e4hrdeten Gebiet gebaut.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich, im August 2013 war wieder ein Tsunami da. War doch kein M\u00e4rchen, das was auf den hunderten Steinen von Hand eingemei\u00dfelt stand. Und der Schmerz war pl\u00f6tzlich wieder gro\u00df. Etliche Menschen wurden direkt durch den Tsunami get\u00f6tet. Das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi wurde durch den Tsunami massiv zerst\u00f6rt, die Kernreaktoren gerieten au\u00dfer Kontrolle und gro\u00dfe Mengen hochgiftiges, radioaktives Material wurden frei. An den Folgen der Reaktorkatastrophe starben bereits etliche Menschen und etliche weitere Menschen werden noch als Folge ihrer radioaktiven Vergiftung an Krebs sterben.<\/p>\n<blockquote><p>Nach 4 Generationen (100 Jahren) werden aus Warnungen Mythen [tweetthis]Nach 4 Generationen (100 Jahren) werden aus Warnungen Mythen (Carsten Pitz)[\/tweetthis]<\/p><\/blockquote>\n<p>Ab der 4. Generation werden aus Warnungen Mythen. Warum? Stellen Sie sich selbst folgende Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Haben Sie jemals mit Ihren Ur-Gro\u00dfeltern diskutiert?<\/li>\n<li>Kennen Sie Ihre Ur-Gro\u00dfeltern?<\/li>\n<li>Ihre Ur-Gro\u00dfeltern waren sehr wahrscheinlich \u00e4hnlich klug wie Sie selbst!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Warnungen werden sp\u00e4testens ab der 4. Generation ignoriert. Dokumentation ist keine L\u00f6sung, wie das Fikishama-Beispiel in erschreckender Weise veranschaulicht<\/p>\n<h2>Mein Ansatz \u2013 Erm\u00f6gliche den Wandel<\/h2>\n<p>\u00c4nderungen sind unvermeidlich, bei einem Century-Support sowieso. Anpassbar sein, ist die F\u00e4higkeit, auf \u00c4nderungen, auf Wandel angemessen reagieren zu k\u00f6nnen. Der Wandel kann technischer oder auch sozialer Art sein. OK, aber wie?<\/p>\n<blockquote><p>Anpassbar zu sein ist die F\u00e4higkeit, auf \u00c4nderungen angemessen reagieren zu k\u00f6nnen (Carsten Pitz) [tweetthis]Anpassbar zu sein ist die F\u00e4higkeit, auf \u00c4nderungen angemessen reagieren zu k\u00f6nnen (Carsten Pitz)[\/tweetthis]<\/p><\/blockquote>\n<p>Den Wandel in der Gegenwart zu erm\u00f6glichen ist unsere Aufgabe. Zudem ist es unsere Aufgabe die folgende Generation zu lehren den Wandel zu leben. So machen wir den Anfang. \u00dcbergeben irgendwann den Stab an die n\u00e4chste Generation und die n\u00e4chste Generation \u00fcbernimmt. Um eine gemeinsame Basis zum Verst\u00e4ndnis meines Ansatzes zu schaffen, erst einmal drei, kurze und auf den ersten Blick unpassende Ausfl\u00fcge.<\/p>\n<h3>Exkurs 1 \u2013 Charles Darwin: &#8222;Survival of the Fittest&#8220;<\/h3>\n<p>Gem\u00e4\u00df Charles Darwin bedeutet fit bleiben, f\u00e4hig zu sein sich anzupassen. Nur die fittesten Spezies \u00fcberleben, die restlichen Spezies sterben aus. Hierbei ist wichtig zu verinnerlichen: Eine Spezies passt sich an, nicht ein einzelnes Individuum.<\/p>\n<h3>Exkurs 2 \u2013 Die &#8222;Support Falle&#8220;<\/h3>\n<p>Den Begriff &#8222;Support Falle&#8220; habe ich von einem Vertriebsmitarbeiter von IBM \u00fcbernommen. Gemeint damit ist das Ph\u00e4nomen, dass f\u00fcr neue Entwicklungen regelm\u00e4\u00dfig &#8222;frische&#8220; Entwickler eingekauft werden. Wenn das Produkt auf dem Markt ist, wandert in kurzer Zeit ein Gro\u00dfteil dieser Entwickler ab. Die verbleibenden Wartungsentwickler haben nicht die Kompetenz, neue, gut wartbare Komponenten zu entwickeln. Den Blick auf die Anwendungsarchitektur als Ganzes haben Wartungsentwickler nicht. Es findet symptomatische Fehlerbehandlung statt, die Architektur verrottet.<\/p>\n<p style=\"border: 2px solid #7eb13d; background-color: #ddffaa; padding: 2px 10px 2px 10px;\">Michael Jastram hat \u00fcbrigens andere Erfahrungen gemacht, somit gibt es durchaus bereits Softwarehersteller, die die Support Falle umgehen. Kernpunkt hierbei ist allerdings, ob die Softwarentwicklung ein zentraler Teil des Gesch\u00e4ftsmodells ist (Produkt), oder nur ein Kostenfaktor (interne Anwendungsentwicklung).<\/p>\n<h3>Exkurs 3 \u2013 Zahlreiche Spezies sind stabiler<\/h3>\n<p>Beobachtungen aus der \u00d6kologie, einem Teilgebiet der Biologie zeigen \u00fcbereinstimmend, dass zahlreiche Spezies stabiler sind. Stabiler bedeutet, sich besser auf ge\u00e4nderte Umgebungsbedingungen anpassen zu k\u00f6nnen und dadurch langlebiger zu sein.<\/p>\n<p>Was aber bedeutet dass im Kontext der Produktentwicklung? Eine Interpretation ist ein gro\u00dfes Team. Dies ist jedoch mit hohen Kosten verbunden. Jede einzelne Person im Team kostet Geld, viel Geld. Andererseits d\u00fcrfen wir nicht in die Support Falle treten. Wie kommen wir aus dieser Zwickm\u00fchle heraus?<\/p>\n<h2>Mein Ansatz<\/h2>\n<p>Als Rationale hinter meinem Ansatz steht die Frage: Warum darf ein Team nur an einem Projekt arbeiten?<\/p>\n<p style=\"border: 2px solid #7eb13d; background-color: #ddffaa; padding: 2px 10px 2px 10px;\">Michael Jastram merkte hierzu an: &#8222;Ich habe oft erlebt, dass ein Team mehrere Projekte gleichzeitig bearbeitete, insbesondere im Bereich Client Services. Dies erlaubte ein besseres Einteilen der Zeit, da die Kundenarbeit eher ungleichm\u00e4\u00dfig ablief.&#8220;<\/p>\n<p>Um diesen Einwand zu ber\u00fccksichtigen, sch\u00e4rfe ich zun\u00e4chst den Begriff &#8222;Projekt&#8220; nach. Im Sinne der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Projekt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikipedia-Definition<\/a> fasse ich das Erstellen eines einzelnen Client Service nicht als eigenst\u00e4ndiges Projekt auf. Hierbei nehme ich an, dass die Client Services wurden durch eine Linienorganisation erstellt wurde. Es wurde nicht f\u00fcr jeden Client Service ein eigenes dediziertes Projektmanagement aufgesetzt.<\/p>\n<p>Auf die Frage \u201eWarum darf ein Team nur an einem Projekt arbeiten?\u201c werden Sie meiner Erfahrung nach, wenn \u00fcberhaupt nur Antworten erhalten, die der Fragestellung ausweichen aber keinen echten Grund liefern. Aus meiner Perspektive ergibt es durchaus Sinn, dass ein Team zu einer Zeit nur eine Aufgabe hat. Hieraus folgt jedoch nicht, dass ein Team nur an einem Projekt arbeiten darf. Aus meiner Sicht ist dies schlicht und einfach eine Gewohnheit. Es ist der Gewohnheit geschuldet, dass ein Team f\u00fcr ein Projekt aufgebaut wird, das nach dem Projekt ist das Projektteam obsolet wird.<\/p>\n<p>Wird ein Team als Gruppe von Personen betrachtet, die sich gegenseitig kennen, wissen wie man miteinander spricht und miteinander ein eingespieltes Team bildet ergeben sich neue M\u00f6glichkeiten. Im \u00dcbrigen ist die obige Definition eines Teams im Sport \u2013 ein Fu\u00dfballteam als Beispiel spielt auch gemeinsam mehrere Turnieren \u2013 \u00e4u\u00dferst gebr\u00e4uchlich und damit in keiner Weise etwas Neues.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Thema, den neuen M\u00f6glichkeiten: Wenn ein Team nicht an ein Projekt gebunden ist, kann es mehrere Projekte unterst\u00fctzen. Da f\u00fcr die Wartung einer Anwendung offensichtlich eh 20% der Personen reichen, die zur Entwicklung notwendig sind, ergibt sich ganz nat\u00fcrlich ein 80\/20-Verh\u00e4ltnis von Entwicklung zu Wartung. Das Team ist 80% mit innovativen, geistig anregenden Aufgaben und 20% mit Wartungsaufgaben besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>Dieser 80\/20-Mix schreckt weder innovative Seniors noch frische Juniors ab. Das Team bleibt attraktiv f\u00fcr innovative Personen, kann sich flie\u00dfend erneuern. Die flie\u00dfende Erneuerung ist wichtig, da diese flie\u00dfende Erneuerung gen\u00fcgend Zeit l\u00e4sst, das Wissen von den Seniors auf die Juniors zu \u00fcbertragen. Passt ein neues Teammitglied gut in das Team, geschieht der Wissenstransfer unterbewusst, implizit. Ist das neue, gut passende Teammitglied ein Junior, sehen Seniors den neuen Junior als ihr &#8222;Kind&#8220; an und vermitteln ihm das Wissen unterbewusst. Der neue Junior akzeptiert die Seniors als &#8222;Eltern&#8220; und nimmt das Wissen der Seniors an. Ist das neue, gut passende Teammitglied ein Senior ist dieser als gleichberechtigter Partner der anderen Seniors akzeptiert. Passt ein neues Teammitglied nicht in das Team, dann soll es auch nicht zwanghaft integriert werden. Ein nicht passendes Teammitglied muss ausscheiden.<\/p>\n<p style=\"border: 2px solid #7eb13d; background-color: #ddffaa; padding: 2px 10px 2px 10px;\">Auch hier wieder der Kommentar von Michael, dass er dies erlebt hat, insbesondere in den US-amerikanischen Startups, in denen er gearbeitet hat. Dort wurden insbesondere neuen Mitarbeitern Mentoren zur Seite gestellt, die diese Wissensvermittlung machten; Arbeitspl\u00e4tze auf Wunsch rotiert, um auch andere Teile der Organisation kennenzulernen; und zielbasiert (nicht projetbasiert) gemanagt, um die Mitarbeiter und deren Wissen zu halten.<\/p>\n<p>Eine kritische Phase in einem solchen Team ist, wie im \u201erealen\u201c Leben die \u201ePubert\u00e4t\u201c. In der Pubert\u00e4t emanzipieren sich die Kinder von ihren Eltern. Die Eltern wollen weiterhin gute Eltern f\u00fcr ihre Kinder sein. Als Folge lassen Eltern h\u00e4ufig in dieser Zeit ihre Kinder nicht gew\u00e4hren. Die Kinder im Gegenzug m\u00f6chten auf ihren eigenen F\u00fc\u00dfen stehen, ihr eigenes Leben, eigene Vorstellungen umsetzen. Und dieser Drang der Kinder wird immer und immer st\u00e4rker. H\u00e4ufig f\u00fchrt dies zu Streit.<\/p>\n<p>Streit? Pubert\u00e4t? Und das im Business-Kontext?<br \/>\nDiese Frage werde ich beantworten, nachdem ich erl\u00e4utert habe, welchen evolution\u00e4ren Vorteil eine Spezies durch die Pubert\u00e4t gewinnt.<\/p>\n<h2>Pubert\u00e4t, ein Werkzeug der Evolution<\/h2>\n<p>Eine Spezies \u00fcberlebt nur, wenn diese sich an ge\u00e4nderte Umweltbedingungen anpassen kann. Die Eltern haben zwar in aller Regel deutlich mehr Erfahrung als Ihre Kinder, sind jedoch in Ihren Erfahrungen und hieraus entstandenen Gewohnheiten und Ansichten gefangen. Dies schr\u00e4nkt die F\u00e4higkeit der Eltern sich anzupassen ein. Die Kinder sind noch nicht in ihren Gewohnheiten und Ansichten gefangen. Die F\u00e4higkeit sich anzupassen ist daher bei den Kindern noch deutlich ausgepr\u00e4gter als bei den Eltern. Somit ist die Pubert\u00e4t notwendig zum Erhalt der Spezies.<\/p>\n<p>\u00dcbertragen auf unser Team bedeutet dies, die Seniors sollten die Pubert\u00e4t, die Emanzipation der Juniors zulassen. Die Beziehung muss sich mit der Zeit von einer Eltern-Kinder-Beziehung in eine Beziehung gleichberechtigter Partner wandeln. Aus Juniors werden Seniors und damit gleichberechtigte Sparringspartner der \u00e4lteren Seniors.<\/p>\n<p>Das Team bleibt innovativ, bleibt f\u00e4hig sich ge\u00e4nderten \u201eUmweltbedingungen\u201c anzupassen.<br \/>\nWas so einfach und nat\u00fcrlich klingt, ist jedoch in der Praxis \u00e4u\u00dferst schwierig zu leben. Ein solches Team ben\u00f6tigt eine Supervision. Es muss durch Au\u00dfenstehende beobachtet und betreut werden. Aufgabe der Supervisoren sind die Gruppendynamik innerhalb des Teams zu beobachten und falls notwendig korrigierend einzugreifen. Hierzu geh\u00f6rt auch Juniors zu unterst\u00fctzen sich zu emanzipieren und auch zu pr\u00fcfen ob ein neues Teammitglied in ein Team passt. Supervisoren sind psychologisch geschulte Mitarbeiter ohne allzu gro\u00dfes Interesse an den technischen Herausforderungen, die ihre Beobachtung auf die zwischenmenschliche Beziehungsebene fokussieren. Der Plural bei den Supervisoren ist bewusst gew\u00e4hlt, da die Supervisoren sich auch gegenseitig beraten m\u00fcssen. Somit betreut ein unabh\u00e4ngiges Supervisorenteam mehrere Entwicklungsteams.<\/p>\n<p style=\"border: 2px solid #7eb13d; background-color: #ddffaa; padding: 2px 10px 2px 10px;\">&#8222;Bei einem Arbeitgeber hat es funktioniert, weil wir einen talentierten VP of Technology hatten, der klare Richtlinien setzte und auch einforderte, zum Beispiel \u00fcber strikte Coding-Standards. Das war zwar manchmal mehr Diktatur als Gruppendynamik, hat aber hervorragend funktioniert.&#8220;<\/p>\n<p>Dies kann kurzfristig durchaus sehr gut funktionieren. Wie die Geschichte zeigt, hinterlassen Diktatoren nach ihrem Ableben jedoch allzu h\u00e4ufig ein Machtvakuum, das schnell in einen Machtkampf m\u00fcndet. Entsprechend gef\u00e4hrdet dieses Vorgehen den Generationswechsel.<\/p>\n<p>Hierzu Michael wieder: &#8222;Jetzt sind wir wieder bei einem F\u00fchrungsthema und zur guten F\u00fchrung geh\u00f6rt es, unter anderem, so eine Position z\u00fcgig kompetent neu zu besetzen. <a href=\"https:\/\/se-trends.de\/rezension-alliance-managing-talent-networked-age\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eine Technik dazu beschrieb ich k\u00fcrzlich<\/a>&#8222;.<\/p>\n<p>Zudem wurde bereits angemerkt: \u201eDokumentation ist keine L\u00f6sung\u201c. Als kleiner, gemeiner Cliff Hanger: das Thema Dokumentation greife ich sp\u00e4ter nochmal auf.<\/p>\n<h2>Checkpoint: Welchen Abdeckungsgrad haben wir aktuell erreicht?<\/h2>\n<p>Den Umgang mit den Generationswechseln um vier Generationen entsprechend 100 Jahre haben wir behandelt. Auch haben wir uns mit dem Umgang mit sozialen \u00c4nderungen befasst. Somit bleibt nur noch der Umgang mit dem technischen Wandel offen. Dies wird Thema der folgenden Artikel.<\/p>\n<p>Damit haben wir ca. 75% der Fragestellung behandelt. Dann g\u00f6nnen wir uns doch eine kleine Pause.<br \/>\nAuch wenn die restlichen 25% erst einmal wenig klingen, stecken darin noch einige H\u00fcrden. Somit, mein Vorschlag: g\u00f6nnen wir uns eine kleine Pause!<\/p>\n<p>Danke und tsch\u00fcss bis zum n\u00e4chsten mal.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Bildquelle Tsunami-Stein: <a style=\"color: #999999;\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:%E5%A4%A7%E6%B4%A5%E6%B3%A2%E8%A8%98%E5%BF%B5%E7%A2%91.JPG\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>This guest article by Carsten Pitz is the third part on the topic of long-term support. In the first part, Carsten describes the development of a documentation system, and in the second part, how the wrong start can quickly lead to problems. But so far he has only said how NOT to do it. But how do you do it right? This series of articles has led to several discussions between...<\/p>","protected":false},"author":4,"featured_media":1428,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kad_post_transparent":"","_kad_post_title":"","_kad_post_layout":"","_kad_post_sidebar_id":"","_kad_post_content_style":"","_kad_post_vertical_padding":"","_kad_post_feature":"","_kad_post_feature_position":"","_kad_post_header":false,"_kad_post_footer":false,"_kad_post_classname":"","footnotes":""},"categories":[141,83],"tags":[178,211,210],"class_list":["post-1418","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-menschen","category-methoden","tag-carsten-pitz","tag-century-support","tag-langzeitwartung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1418"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1418\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.se-trends.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}